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Wohnungslage in HL, OD, OH, NWM (PLZ-Gebiet 23)

Grundsätzlich ist in vielen Regionen von Deutschland die Wohnungslage angespannt – teilweise ist es fast möglich, eine Wohnung zu finden. Insbesondere Groß- sowie Universitäts-Städte sind längst ausgebucht und völlig überlastet. Wie sieht die Wohnungslage im Postleitzahlengebiet 23 aus?

Zu diesem (grün markiertem) PLZ-Gebiet im Bundesland Schleswig-Holstein sowie Mecklenburg-Vorpommern gehören

  • die Stadt Lübeck (HL),
  • der Kreis Stormarn (OD),
  • Kreis Ostholstein (OH) mit der Insel Fehmarn,
  • Nordwest-Mecklenburg (NWM) mit der Insel Poel,
  • sowie Bad Segeberg (vom Kreis SE liegen keine Infos vor).

Im Einzelnen:

Insgesamt sind in der Hansestadt Lübeck (HL) bisher 2.275 ukrainische Staatsbürger:innen registriert. Prekär: Dort leben derzeit rund 60 Ukrainer in einer Notunterkunft und 830 ukrainische Geflüchtete in einer Gemeinschafts-Unterkunft (Stand 1.11.). Bedeutet: all diese Menschen habe noch keine eigene Wohnung gefunden. Ausführliche Informationen zur Wohnungssuche etc. in Lübeck stehen auf der Website: www.luebeck.de/ukraine-hilfen

Eine Umkreis-Wohnungssuche auf Ebay-Kleinanzeigen sowie Immoscout24 ergab: In Lübeck selbst sind aktuell nur rund 100 Mietwohnungen im Angebot. Wird im Umkreis von 30 km gesucht, erscheinen 234 bis 300 Wohnungsangebote. Wer also im Lübecker Raum wohnen bleiben möchte, hat dann eine Chance, wenn er im erweiterten Umkreis sucht.


Der Kreis Stormarn (OD) mit den Städten Ahrensburg, Bad Oldesloe, Reinfeld und so weiter gehört zur Metropol-Region Hamburg (auch “Hamburger Speckgürtel” genannt).

Hier ist der Immobilienmarkt nach wie vor sehr angespannt. Wohnraum ist in einigen Kommunen nicht beziehungsweise nur zu Preisen erhältlich, die sozialhilfe-rechtlich nicht angemessen sind. Der Kreis empfiehlt Flüchtlingen vor Abschluss eines Mietvertrages mit dem Träger (Kommune oder Jobcenter) zu klären, ob die Kosten angemessen und somit übernommen werden können.

Für die Unterbringung sind die Kommunen zuständig. In Bargteheide gibt es bereits eine Sporthalle als Notunterkunft.

In Reinfeld (siehe Artikel über Wohnungssuche der Stadt) leben Viele in der Gemeinschaftsunterkunft im Pastorat. Einige, der Redaktion persönlich bekannte, Ukrainer:innen suchen bereits seit Monaten (seit April) nach einer Wohnung und bekommen keine …

Da Stormarn grundsätzlich nicht nach Herkunftsland unterscheidet, sondern alle Geflüchtete unterbringen will und muss, sind es mit Stand 08.11.2022 insgesamt 3.047 Personen, die aufgenommen und untergebracht wurden. Darunter 2.636 Geflüchtete aus der Ukraine, 278 Asylsuchende (z.B. Iran, Irak, Syrien), 107 Ortskräfte (Afghanistan) sowie 5 Personen aus dem Landesprogramm LAP 500 und 21 humanitäre Aufnahmen.


In Ostholstein (OH) mit Gemeinden an der Ostsee, der Urlaubsinsel Fehmarn und Städten wie Neustadt, Eutin, etc. ist laut Kreisverwaltung erkennbar, dass es zunehmend schwieriger für die Kommunen wird, geeigneten Wohnraum zu finden.

Flüchtlinge, die eine Unterkunft suchen, wenden sich am besten direkt an die jeweils zuständige Stadt-, Gemeinde- oder Amtsverwaltung. Neben der Unterbringung gibt es dort auch die kommunale Integrationsbetreuung, die Hilfestellung leisten kann. Beratung bieten ebenfalls die Migrationsberatungsstellen an. Der Kreis Ostholstein betreibt selbst keine Sammelunterkünfte. Inwieweit es welche der Kommunen gibt, ist nicht bekannt.

Beim Kreis Ostholstein haben sich bisher knapp 2.700 ukrainische Flüchtlinge registrieren lassen, von denen allerdings nach hiesigen Erkenntnissen nur noch rund 2.300 im Kreisgebiet wohnhaft sind.


Nordwestmecklenburg (MWP), wozu auch viele Orte an der Ostsee gehören, die Stadt Wismar sowie wie die Insel Poel: Hier teilte der Kreis mit, dass es bisher gelang, die überwiegende Mehrheit von aufgenommen Geflüchteten aus der Ukraine in Wohnungen unterzubringen. Die allgemeine Lage am Wohnungsmarkt in der Region betrachten sie aber als sehr angespannt. Da der Kreis und das ganze Land Mecklenburg-Vorpommern bereits über der vereinbarten Aufnahmequote liegen, erhalten neu Ankommende in der Regel eine Zuweisung in ein anderes Bundesland.

Für die Erstaufnahme hier gibt es Sammelunterkünfte, aber der Kreis greift zum Beispiel auch auf einen ehemaligen Hotelbetrieb zurück, welcher eine entsprechend gute Unterbringungs-Situation bietet. Ziel wäre immer, die dezentrale Unterbringung in Wohnungen. Diese erhalten eine Grundausstattung in Form von Betten, Schränken, einem Herd, einem Kühlschrank und einer Waschmaschine.

Stand diese Woche sind in Nordwestmecklenburg 2.457 Geflüchtete aus der Ukraine durch den Fachdienst Soziales erfasst.


Wie bereits geschrieben: Grundsätzlich ist überall die Wohnungslage angespannt – teilweise ist es fast möglich, eine Wohnung zu finden.

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