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Blackout? Ohne Strom in der Dunkelheit

Plötzlich wird es dunkel. Alle im Haus sind erschrocken, einer kreischt aus dem Badezimmer: “Das Licht ist aus. Hilfe – ich stehe in der Dusche”. Im Obergeschoss brennt kein Licht, ein PC und Telefonanlage sind einfach ausgegangen.

Nachforschungen im Keller ergeben: der Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter) hat den Strom ausgeschaltet. Die Mutter der Familie vermutet, dass beim Streichen einer Wand eine Stromleitung nass geworden ist –  nun wird die Aufregung etwas weniger, aber: Der FI-Schalter springt immer wieder raus – der Strom bleibt für heute aus. Am PC spielen oder Netflix gucken? Wird nichts heute. Brettspiele spielen geht aber – der Abend wird gemütlich so im Dunkeln bei Kerzenschein. Zum Glück geht die Starkstrom-Leitung noch, das heißt die Heizung ist noch an und morgen, ja morgen wenn die Farbe getrocknet ist, ist der “Spuk” wohl vorbei.

Das war am Samstagabend in Nordeutschland. Sonntagmorgen ging der Strom wieder an. Angst vor einem #Blackout war nicht begründet.

Doch: In der Ukraine sieht es gerade aber anders aus: In vielen, vielen Städten gibt es überhaupt garkeinen Strom mehr, und wenn dann nur wenig! Kein Licht, keine Verbindung zu sozialen Medien, kein Kühlschrank, der kühlt oder Herd, an dem gekocht werden kann. Alle sitzen im Dunkeln und im Kalten – das wohl längere Zeit.


Etwa 40% bis 50% der Energie-Infrastruktur sind beschädigt.

Ab 20.10.22 soll die Stromversorgung eingeschränkt werden – eine Minimierung des Stromverbrauches sei notwenig, weil Stromausfälle sonst garantiert wären: das kündigte Selensky in einer Videosprechstunde an. Die neue Regel: ab 7 Uhr morgens sollen alle Geräte, die nicht wirklich wichtig sind, abgeschaltet werden. Der Plan funktioniert aber nur, wenn alle mitmachen! So kann die notwendige Stromabschaltung in Zukunft vielleicht verkürzt werden.

Grund dafür: Russland überzieht die Ukraine seit 1,5 Wochen mit vielzähligen, landesweiten Luftwaffen-Angriffen und zielt dabei insbesondere auf die kritische Infrastruktur – vor allem auf die Strom-Infrastruktur.

Nunmehr kann in der Ukraine nicht mehr genug Strom geliefert werden. An einem Tag, in nur 24 Stunden, wurden 3 Energie-Anlagen zerstört! Das Stromnetz wieder aufzubauen wird einige Zeit brauchen; immer neue Angriffe der Russen stören dabei extrem und richten noch mehr Schaden an.

Der private, selbst verursachte Stromausfall für 12 Stunden, war eine Sache … Doch wie schlimm muss es für die Menschen derzeit in der Ukraine sein?


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